Juan M. del Potro vor Karriereende: 15 Highlights seiner Laufbahn

tobi-redaktionTobi
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Weil er ein schmerzfreies Leben führen möchte, setzt Juan Martín del Potro einen Schlusspunkt unter seine brillante Tennislaufbahn. Und wäre er nicht permanent am Operationstisch gelegen, hätte der Turm von Tandil womöglich ähnliche Sphären erreichen können wie die Big Three. Eine Würdigung.

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Obwohl er selbst meinte, dass sein Antreten bei den ATP-Turnieren diese Woche in Buenos Aires und anschließend in Rio de Janeiro wohl mehr einen Abschied als eine Rückkehr darstellt, macht mit Juan Martín del Potro einer der erfolgreichsten und beliebtesten Spieler der letzen 15 Jahre am Männer-Circuit ein langersehntes Comeback auf der südamerikanischen Sandplatz-Tournee.

Tennis Wetten IconEine ganze Serie an komplizierten Verletzungen haben die Laufbahn des inzwischen 33-Jährigen mehrfach unterbrochen. Dreimal musste Del Potro am linken Handgelenk operiert werden, einmal am rechten. Zuletzt erfolgten vier chirurgische Eingriffe an seinem lädierten Knie.

Um zum Abschied die großartige Karriere noch einmal zu würdigen, hat tenniswettten.de die 15 beeindruckendsten Fakten zum Turm von Tandil, wie der großgewachsene Argentinier aus der Universitätsstadt 350 Kilometer südlich von Buenos Aires genannt wird, zusammengetragen.

Die 15 Karriere-Highlights des Juan Martín del Potro

  1. 23 Matches anhaltende Siegesserie
  2. US-Open-Sieg mit 20 Jahren
  3. Erster Fedal-Besieger bei gleichem Major
  4. Durchbrecher der Big-Three-Dominanz
  5. Einziger Federer-Bezwinger in Grand-Slam-Finals
  6. Größter Grand-Slam-Sieger aller Zeiten
  7. Zweifacher Olympiamedaillen-Gewinner
  8. Erster Davis-Cup-Triumph für und mit Argentinien
  9. Achterbahnfahrt im ATP-Ranking
  10. Bestes Karriere-Ranking 2018
  11. Neun Jahre Abstand zwischen Major-Finals
  12. Einer von vier Argentiniern in den Top 3
  13. Nummer-eins-Schreck
  14. Serieller Riesentöter
  15. Unerschütterliches Stehaufmännchen

23 Matches anhaltende Siegesserie

hinweis ausrufezeichenIm Sommer 2008 holte Juan Martín Del Potro mit 19 Jahren seine ersten vier ATP-Titel, die premieren Turniersiege gelangen ihm unmittelbar hintereinander im Zeitraum von sechs Wochen. Nach den Erfolgen in Stuttgart und Kitzbühel auf Sand, triumphierte er in Los Angeles und Washington auf Hardcourt und baute bei den US Open die Siegesserie auf 23 Matches aus, ehe er in seinem ersten Grand-Slam-Viertelfinale Andy Murray unterlag. Zu Beginn des Siegeslaufes stand Del Potro auf Nummer 65 im ATP-Computer, nach dem Major in New York rückte er auf Platz 13 auf.

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US-Open-Sieg mit 20 Jahren

Mit 20 Jahren errang Del Potro 2009 den Titel in Flushing Meadwos. Kein Spieler, der jünger als 23 Jahre alt war, hat einen der 48 seither ausgetragenen Grand-Slam-Turniere im Herren-Einzel gewonnen.

Das Karrierehighlight in voller Länge: 2009 holte sich Juan Martin del Potro im Finale gegen Roger Federer den Titel der US Open.

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Erster Fedal-Besieger bei gleichem Major

US OpenDer 22-malige Turniersieger bezwang auf seinem Weg zum US-Open-Titel 2009 Rafael Nadal im Semifinale glatt mit 6:2, 6:2, 6:2, im Endspiel rang er Roger Federer mit 3:6, 7:6 (5), 4:6, 7:6 (4), 6:2 nieder. Einzig Novak Djoković gelang zwei Jahre später ebenfalls in New York dieses Kunststück.

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Durchbrecher der Big-Three-Dominanz

Zwischen dem Sieg von Marat Safin bei den Australian Open 2005 und dem Triumph von Andy Murray bei den US Open 2012 hatten die Big Three in siebeneinhalb Jahren 29 von 30 Major-Titel untereinander aufgeteilt – Roger Federer holte 13, Rafael Nadal elf und Novak Djoković fünf. Del Potros Sieg in Flushing Meadows 2009 stellte die einzige Ausnahme dar.

nadal-djokovic-federerDie Big Three: Rafael Nadal, Novak Djokovic und Roger Federer.MehrWeniger

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Einziger Federer-Bezwinger in Grand-Slam-Finals

Roger Federers Final-Bilanz bei Grand Slams hinkt mit 20 Siegen und elf Niederlagen jener seiner beiden Dauerrivalen nach. Allerdings ist die Liste seiner Endspiel-Bezwinger kurz. Gegen Rafael Nadal verlor der Schweizer sechs Major-Showdowns, gegen Novak Djoković vier. Und eben eines gegen Juan Martín del Potro.

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Größter Grand-Slam-Sieger aller Zeiten

Marin Čilić und Daniil Medvedev haben es dem Turm von Tandil mit ihren Erfolgen bei den US Open 2014 bzw. 2021 inzwischen nachgemacht: Alle drei Spieler weisen eine Körpergröße von 1,98 Metern auf, alle anderen Grand-Slam-Champions der Gegenwart und Vergangenheit sind kleinwüchsiger.

daniil-medvedev-tennis-1024x683Daniil MedvedevMehrWeniger

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Zweifacher Olympiamedaillen-Gewinner

Bei den Sommerspielen 2012 in London, eroberte „Delpo“ die Bronzemedaille, nachdem er in einer Semifinal-Schlacht gegen Roger Federer das Goldmatch durch ein 17:19 im Entscheidungssatz verpasst hatte. Vier Jahre später eliminierte er in Rio de Janeiro zum Auftakt Novak Djoković und Rafael Nadal im Semifinale, den Olympiasieg verwehrte ihm Andy Murray.

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Erster Davis-Cup-Triumph für und mit Argentinien

Zu den denkwürdigen Auftritten im Nationenbewerb 2016 zählt ein über fünf Stunden dauerndes Comeback gegen Andy Murray im Semifinale und ein veritables Drama im Finale gegen Kroatien. Die Auswahl vom Balkan war vor dem Schlusstag 2:1 in Matches vorangelegen, Marin Čilić benötigte nach einer 2:0-Satzführung nur mehr einen Durchgang zum Titelgewinn. Doch Del Potro wendete das Blatt.

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Achterbahnfahrt im ATP-Ranking

infoIm Jahr 2010 kletterte der Rechtshänder, der in seiner Karriere knapp 26 Millionen Dollar an Preisgeld eingespielt hat, auf Platz vier der Weltrangliste. 2011 purzelte er auf Position 485, stand aber 2014 abermals auf Rang vier und stürzte 2016 zurück auf Platz 1045. Nach seinen zahllosen Handgelenk-Operationen war er 2018 die Nummer drei der Welt.

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Bestes Karriere-Ranking 2018

In jenem Jahr 2018 feierte Juan Martín del Potro in Indian Wells seinen ersten Masters-Triumph, erreichte im August als Weltranglistendritter seine beste Karriereplatzierung und stand wenige Wochen später bei den US Open in seinem zweiten Grand-Slam-Finale, das er gegen Novak Djoković verlor.

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Neun Jahre Abstand zwischen Major-Finals

Die neun Jahre zwischen seinen beiden Major-Finalmatches stellen gleich in zweifacher Hinsicht einen Rekord dar: 21 Versuche bei Grand-Slam-Turnieren lagen zwischen den beiden New Yorker Showdowns, insgesamt wurden 35 Majors zwischen den US Open 2009 und 2018 ausgetragen.

Der Weg ins Finale 2018 führte abermals über Rafael Nadal.

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Einer von vier Argentiniern in den Top 3

Juan Martín del Potro ist einer von nur vier Gauchos, die je unter den besten Drei der Welt standen. Guillermo Coria (2004) und David Nalbandian (2006) waren ebenfalls Weltranglistendritte, Guillermo Vilas nahm 1975 erstmals in seiner Karriere Platz zwei im Ranking ein. Nur zwei andere Südamerikaner erreichten die Top 3. Sowohl der Chilene Marcelo Ríos (1998) als auch der Brasilianer Gustavo Kuerten (2000) führten die Weltrangliste sogar an.

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Nummer-eins-Schreck

hinweis ausrufezeichenWelche Höhen der Hüne ohne seine vielen Verletzungen hätte erreichen können, spiegelt die imposante Bilanz gegen Weltranglistenerste wider. Zehnmal bezwang Del Potro die Nummer eins, öfter als jeder andere Spieler. Viermal bog er Roger Federer und jeweils dreimal Rafa Nadal und Novak Djoković, als sie an der Spitze des ATP-Rankings standen.

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Serieller Riesentöter

Zudem ist der Anhänger des Fußballkultklubs Boca Juniors aus der argentinischen Hauptstadt neben Andy Murray einziger Akteur auf der Tour, der gegen jeden der Big Three mehrmals gewinnen konnte, als sie auf Platz eins der Weltrangliste standen.

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Unerschütterliches Stehaufmännchen

Nach zweieinhalb Jahren Tour-Absenz und vier weiteren Operationen am rechten Knie steht Juan Martín del Potro nun wieder am Court. Bei seinem letzten Auftritt hatte er im Juni 2019 Denis Shapovalov im Londoner Queen’s Club besiegt, ehe er in seinem Zweitrunden-Match gegen den späteren Titelgewinner Feliciano López aufgeben musste. Seinen ersten Eingriff an der Kniescheibe hatte er in derselben Woche, 2020 zwei weitere, einen vierten im Vorjahr.

Highlights aus der Begegnung mit Denis Shapovalov 2019

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Autor: Tobi
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