Kyrgios vs. Nadal: Wimbledon Halbfinale 2022 Tipp & Quoten

tobi-redaktionTobi
Lesezeit ca. 5 Minuten
Wimbledon 2022, HF2 Facts
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Abgesagt! Walkover Kyrgios
Datum: 08.07.2022
Uhrzeit:14.30 Uhr MEZ
Paarung:Kyrgios - Nadal
Unser Tipp:Nadal gewinnt
Quote Sieg Nadal:2,30 bei Playzilla

Durchgeknallter Riesentöter oder angeschlagener Geschichtsschreiber? Das zweite Herren-Semifinale von Wimbledon dürfte sich weit offener gestalten als die Vorschlussrundenpartie im oberen Ast zwischen Novak Djokovic und Cameron Norrie. Denn kaum ein Profi auf der Tour ist für seine Kontrahenten sowohl verhaltensmäßig als auch spielerisch so unberechenbar wie Nick Kyrgios. Was man von seinem Gegenüber Rafael Nadal bekommt, ist wiederum hinlänglich bekannt: beispiellose Hingabe, totaler Fokus und kompromissloser Kampfgeist bis zum letzten Ballwechsel. Doch einmal mehr steht hinter der Physis des Spaniers ein großes Fragezeichen.

Hinweis: Das Halbfinale wurde abgesagt!
*Nadal scheidet verletzungsbedingt aus.

Dementsprechend ergibt sich im Wettquotenvergleich auch ein einigermaßen überraschenden Bild. Die internationalen Buchmacher schätzen die Chancen des Australiers auf den Finaleinzug etwas höher ein als jene des zweimaligen Titelträgers. Mit dem Überstehen der Viertelfinales polierte Kyrgios auch seine Wimbledon-Siegquote auf 74 Prozent auf, die klar beste Bilanz des 27-Jährigen bei allen Majors. Nadals Erfolgswert an der Londoner Church Road liegt mit 83 Prozent zwar deutlich höher, bei keinem anderen Grand-Slam-Turnier weist er aber ein niedrigeres Percentage auf.

Nick Kyrgios legte mit gleich drei Rasen-Events die intensivste Vorbereitung auf die All England Championships hin und war dabei durchaus erfolgreich. In Halle und Stuttgart stieß er jeweils ins Halbfinale vor, auf Mallorca zog er nach seinem Auftaktsieg wegen eines gezerrten Bauchmuskels zurück. Insgesamt feierte der Sohn eines griechischen Einwanderers und einer malayischen Adeligen zwölf Matchtriumphe auf dem Naturbelag, mehr als jeder andere Spieler in diesem Jahr.

Wie auch sein Langzeitrivale Novak Djokovic verzichtete Rafael Nadal wiederum gänzlich auf ein spezifisches Rasenprogramm im Vorfeld von Wimbledon und bestritt nach seinem 14. French-Open-Triumph lediglich zwei Exhibition-Matches im Londoner Hurlingham Club. Doch obwohl er aufgrund der angeborenen Fehlbildung seines linken Mittelfußknochens in der Gestaltung des Turnierkalenders sehr selektiv vorgeht, holte der 36-Jährige vier Titel in dieser Saison, davon beide bisher gespielten Majors.

Im Head-to-Head führt Nadal mit 6:3, die letzten drei Begegnungen gingen allesamt an den Mallorquiner, darunter die einzige in diesem Jahr in Indian Wells. Auf dem exakt acht Millimeter langen Gras des All England Clubs standen sich die Spieler zweimal gegenüber, die erste Partie in Wimbledon 2014 entschied Kyrgios für sich.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Head-to-Head Statistik
  2. Was spricht für Nick Kyrgios?
  3. Was spricht für Rafael Nadal?
  4. Was sagen die beiden Rivalen vor dem Match?
  5. Kyrgios - Nadal Halbfinale Wettquoten
  6. Wettquotenanalyse Halbfinalsieger 2022

Head-to-Head Statistik Kyrgios - Nadal

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Was spricht für Wimbledon Halbfinalsieg von Nick Kyrgios?

Wenig imposant liest sich das historische Abscheiden des Halbfinal-Debütanten bei Grand-Slam-Turnieren. Das Höchste der Gefühle waren Viertelfinals in Wimbledon und Melbourne, die aber acht bzw. siebeneinhalb Jahre lang zurückliegen. Dass er trotzdem der enormen Aufgabe gewachsen sein sollte, beweist seine unfassbare Bilanz gegen die Tenniselite. 26-mal konnte Kyrgios in der Vergangenheit einen Top-Ten-Mann bezwingen, einzig Feliciano Lopez jubelte häufiger über solch spezielle Triumphe. Der spanische Dauerbrenner rang sogar 39-mal einen Spieler aus den Top Ten nieder, ohne selbst je zu diesem Kreis gezählt zu haben.

Und immerhin ging der Tennis-Rüpel auch auf Grand-Slam-Ebene bei 17 Versuchen gegen Akteure aus den ersten Zehn der Weltrangliste dreimal als Sieger vom Platz, zuletzt am Samstag gegen Stefanos Tsitsipas. Selbst seine häufigen Ausraster und Provokationen scheinen ihm nicht nachhaltig zu beschäftigen. Im Turnierverlauf kassierte Kyrgios wegen diverser kleinerer Eklats bisher 14.000 Dollar Strafe, in den letzten zwei Partien gegen Cristian Garin und Brandon Nakashima zeigte er sich aber mental gefestigt und auf das Sportliche fokussiert.

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Der unorthodoxe, für Rasen prädestinierte Spielstil der Wundertüte aus Canberra könnte den prominenten Kontrahenten schnell aus dem Takt bringen. Der langjährige Sampras-Coach Paul Annacone bezeichnet Kyrgios gar als größtes Tennistalent seit Roger Federer. Ein mächtiges Service, ansatzlose, fast ohne Drall gespielte Winner, gepaart mit nicht erkennbaren Stopps und einem effektiven Volley machen die Nummer 40 der Welt für jeden Gegner schwer durchschaubar, allerdings geht der Spieltrieb ab und an auch mit ihm durch.

infoGerne wird Kyrgios nachgesagt, nicht der fitteste Profi auf der Tour zu sein, doch könnte just die Physis den Ausschlag für den Favoriten der Bookies geben. Mit 13:11 Stunden Arbeitsnachweis verbrachte er in Wimbledon 133 Minuten weniger Zeit am Court als der Semifinalgegner, der in seiner Viertelfinalschlacht gegen Taylor Fritz sogar über eine vorzeitige Aufgabe nachdachte. Diesmal war es nicht das chronische Müller-Weiss-Syndrom, das Nadal hemmte, sondern akute Bauchmuskelbeschwerden.

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Was spricht für Wimbledon Halbfinalsieg von Rafael Nadal?

Wie eingangs erwähnt, zählt Kyrgios keinesfalls zu jenen Spielern, die unter der Strahlkraft der großen Bühne einknicken, vielmehr wächst der Australier mit der Aufgabe. Dennoch war er vorher noch nie so weit in einem Grand-Slam-Turnier gekommen. Rafael Nadal weist diesbezüglich weit mehr Erfahrung auf. Obwohl ihm die Bedingungen bei keinem Major weniger liegen als in Wimbledon, steht er an der Church Road in seinem achten Semifinale.

Die immer öfter eingelegten Turnierpausen dürften sein Spiel auch nicht zu beeinflussen, viel mehr blüht der Linksausleger nach aufgeladenen Batterien wieder auf. So hatte der Stier aus Manacor vor den Australian Open eine sechsmonatige Auszeit eingelegt und ist jetzt nur noch zwei Siege davon entfernt, auch das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres zu gewinnen.

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Zwar versichert Nadal stets in authentischen Worten, dass sein Antrieb nicht auf der Jagd nach Rekorden basiert. Mit den wachsenden Aussichten dürfte der historische Kalender-Slam, an dem Novak Djokovic 2021 nur hauchdünn vorbeigeschrammt war, seinen Ehrgeiz wohl dennoch zusätzlich beflügeln – zumal der Serbe bei den US Open aufgrund eines weiterhin fehlenden Covid19-Impfschutzes nicht antreten darf (TennisWetten.de berichtete).

Die unnachahmliche Gabe, Punkt für Punkt zu spielen, legte ein angeschlagener Nadal wieder am Mittwoch im Champions-Tiebreak gegen Taylor Fritz eindrucksvoll an den Tag und könnte sich gegen den notorischen Rhythmusbrecher Kyrgios ebenfalls als Mittel zum Erfolg herausstellen, der ob dieser Hartnäckigkeit des 36-Jährigen wiederum schnell in den Frustrationsmodus abdriften könnte. Und wie der Herausforderer, der bisher auf die Gunst des Publikums zählen durfte, mit dem voraussichtlichen Seitenwechsel der Fans ins Nadal-Lager umgehen wird, bleibt ebenfalls abzuwarten.

infoObwohl der Belag den begnadeten Rasenartisten Kyrgios vermeintliche Vorteile bringen sollte, hilft die vor einigen Jahren gewechselte Grasmischung Nadal, seine bewährten Waffen effektiv einzusetzen. Längst ist der Centre Court in Wimbledon nicht mehr so schnell wie in den Nullerjahren und davor, auch mit dem inzwischen deutlich höheren Ballabsprung bekommt der Topspin des 92-fachen ATP-Titelhamsters deutlich mehr Wirkung.

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Was sagen die beiden Rivalen vor dem Match?

Ich dachte, mein Schiff sei schon abgefahren“, zeigt sich Nick Kyrgios selbst überrascht, erstmals in die Vorschlussrunde eines Major-Turniers gedrungen zu sein. Die mit den Jahren gewonnene Reife habe ihn soweit gebracht, ist er überzeugt. „Früher bin ich nach einer dritten oder vierten Runde viel am Telefon oder in den sozialen Medien gehangen, statt mich mit meinem Team auf die kommende Aufgabe zu fokussieren. Diesmal habe ich ihnen klar gemacht, dass ich sehr weit kommen will. Deshalb funktioniert es auch.“ Auf einen fixen Tourcoach will der 27-Jährige weiterhin verzichten. „Niemand kennt mein Tennis besser als ich.“

„Diesmal habe ich [meinem Team] klar gemacht, dass ich sehr weit kommen will. Deshalb funktioniert es auch.“
– Nick Kyrgios ist diesmal fokussiert.

Rafael Nadal versucht schon vor dem Semifinale, jegliche Zweifel an seiner Fitness zu beseitigen. „Mein Körper fühlt sich generell gut an. Ich habe gegen Taylor nur etwas an den Bauchmuskeln gespürt und musste deshalb mein Service umstellen“, so der Weltranglistenvierte, der nach dem Thriller gegen Fritz seine Wimbledon-Viertelfinalbilanz mit 8:0-Siegen weiterhin makellos hielt und den Blick auf Freitag richtet. „Ich hoffe, ich bin bereit zu spielen. Nick ist auf allen Belägen ein toller Spieler, vor allem aber auf Rasen, wie man in dieser Saison gesehen hat. Ich muss bei hundert Prozent sein, um eine Chance zu haben.“

„Mein Körper fühlt sich generell gut an.“
– Rafael Nadal über seine Fitness.

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Kyrgios - Nadal Halbfinale Wettquoten

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20Bet
Sieg Kyrgios
1,65
1,65
1,65
1,68
1,64
1,64
Sieg Nadal
2,23
2,30
2,30
2,29
2,21
2,28
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Wettquoten vom 7.7.2022 – 15:00 Uhr – Bitte beachte, dass die Quoten der Buchmacher sich laufend ändern können / Der Quotenvergleich ist nur eine Auswahl der Redaktion / Es gelten die AGB der Anbieter / Wetten erst ab 18+ / Text von 7.7.2022 / Alle Angaben ohne Gewähr

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Wettquotenanalyse Halbfinalsieger 2022

Die internationalen Wettanbieter erwarten ein relativ offenes zweites Semifinale zwischen Nick Kyrgios und Rafael Nadal. Dass der sechsfache Turniergewinner auf der ATP-Tour als leichter Favorit ins Match geht, beruht einerseits auf seiner fulminanten Rasen-Performance 2022 und der vom 22-fachen Grand-Slam-Champion erlittenen Bauchmuskelverletzung in der Runde der letzten Acht.

Wer glaubt, dass der Querschläger aus Australien seiner von den Buchmachern zugeteilten Rolle gerecht wird, ist bei Cloudbet mit einer Wettquote von 1,68 am besten aufgehoben. Für einen Sieg der Nummer vier der Welt zahlt Stake bei einem Einsatz von 10 Euro im Erfolgsfall wiederum 23 Euro aus.

hinweis iconDas Team von tenniswetten.de geht davon aus, dass der Halbfinalkracher über die volle Distanz geht und sieht Rafael Nadal in einem allfälligen Entscheidungssatz im Vorteil. 20Bet bietet für einen 3:2-Triumph des Spaniers die Quote von 7,29 an.
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Autor: Tobi
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